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Handexemplar MA Studien
Exlibris B. Bischoff

16. Dezember

Eine Welt schrieb an Bernhard Bischoff

und Bernhard Bischoff (1906-1991) schrieb an die Welt. Seine umfangreiche Korrespondenz vor allem zu mittelalterlichen Handschriften organisierte er zu großen Teilen nicht über Aktenordner, sondern über seine bedeutende Gelehrtenbibliothek, in deren Bücher er nach mnemotechnischen Gesichtspunkten Briefe und Notizzettel einlegte. In die Bücher selbst schrieb er praktisch nie hinein.

Als die Bibliothek 1992 im Handschriftenlesesaal der UB Leipzig neu aufgestellt werden sollte, wurden sämtliche eingelegten Zettel entfernt. 2009 übergab die UB dieses Material den MGH für unseren Teilnachlaß Bernhard Bischoff (MGH-Archiv K 195 in 47 Schachteln, MGH-Archiv K 196 in 35 Schachteln, K 197 1 Schachtel). In detektivischer Kleinarbeit wurden die Titel wieder ermittelt, zu denen die Zettel gehörten und das Vorhandensein solcher Notizen unter der Titelaufnahme im MGH-OPAC nachgewiesen. Damit ist die Bibliothek von Bischoff wieder in ihrer ursprünglichen Konzeption benutzbar.

 

Briefwechsel mit Konrad Hoffmann, Tübingen zu Clm 4453 (Reichenauer Evangelien), eingelegt in MA Studien II (MGH-Archiv K 195/17)

Nur das Handexemplar von Bernhard Bischoff, Mittelalterliche Studien I-II (Stuttgart 1966-1967) ist heute noch im ursprünglichen Zustand mit allen Einlagen und Notizzetteln.