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Exlibris von Bernhard Bischoff ("episcopus")
Aus dem eigenhändigen Bibliothekskatalog

Bibliothek Bernhard Bischoff

[Titel anzeigen - soweit erfaßt]

Nach dem plötzlichen Tod von Bernhard Bischoff am 17.9.1991* wurden seine Nachlassmaterialien zwischen der Bayerischen Staatsbibliothek, den Monumenta Germaniae Historica und der Unversitätsbibliothek Leipzig aufgeteilt. Dabei entfielen:

  • auf die BSB:
    • sämtliche Materialien, die mit dem im Manuskriptstadium befindlichen "Katalog der Handschriften des IX. Jahrhunderts" zusammenhingen (nach Auskunft der BSB z.Zt. für die Benutzung gesperrt)
    • die Photosammlung, vor allem zur mittelalterlichen Schriftgeschichte
    • Notizen zu Handschriften der BSB
    • Manuskripte von Vorträgen und Aufsatzentwürfen
    • Materialien aus den von Bischoff vereinnahmten Nachlässen von Ernst Schulz und Paul Lehmann

      • In der Nachlaß-Abteilung der BSB liegt ein maschinenschriftliches Verzeichnis vor.
  • auf die MGH:
    • Das sog. "Handschriftenarchiv", eine nach Bibliotheken und Handschriftensignaturen geordnete Sammlung von Notizen (die Materialien zum IX. Jahrhundert sind weitgehend entnommen); darin auch ein Karton mit Notizen von Paul Lehmann und Otto Schumann.
      • Das Handschriftenarchiv wurde erschlossen und zunächst auf Mikrofiche, dann als PDF auf CD-Rom zum Kauf angeboten.
    • Vorlesungsmanuskript "Bildungsgeschichte" I-II;
    • Miscellanea (z.T. aufgrund von Personenschutz gesperrt);
      • die Bibliothek wurde den MGH zum Kauf angeboten, aber wegen der zu hohen Zahl von Dubletten (geschätzte 60%) gegenüber dem bestehenden Bestand nicht angekauft.

  • auf die UB Leipzig, jedoch am 10.3.2009 an die MGH abgegeben:
    • ca. 7.100 Kleinschriften und Sonderdrucken von Aufsätzen. Bücher und Kleinschriften waren nicht glossiert, aber mit losen Notizzetteln und eingelegten Briefen bestückt.
      • Diese Zettel wurden in Leipzig nach der Übernahme separiert, um eine reguläre Benutzung zu ermöglichen. Die Signaturen der Trägerbände wurden dokumentiert.
    • der eigenhändige Katalog der Bibliothek;
    • Briefwechsel 1937-1991;
    • Manuskripte von Vorträgen und Aufsatzentwürfen, darunter das Typoskript und ein Fragment des Originalmanuskripts der "Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters".
  • auf die UB Leipzig:
    • die gesamte Bibliothek mit etwa 5.700 Bänden.

Aktuelle Situation

Die Kleinschriften und Sonderdrucke werden zur Zeit konservatorisch behandelt und in den Bibliotheksbestand eingearbeitet. Die Notizzettel werden mit den Titelaufnahmen im OPAC der MGH-Bibliothek zusammengeführt, so daß sie nach Abschluß der Erschließung zusammen mit dem MGH-Exemplar genutzt werden können.

Mit der Ordnung des Briefnachlasses wurde begonnen.

 

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* Zur Person vgl. Sigrid Krämer: Bernhard Bischoff zum 100. Geburtstag, in: Akademie Aktuell 2007, 1 S. 56-58. Zur Aufteilung des Nachlasses (Stand 2007): dies.: Der wissenschaftliche Nachlass von Bernhard Bischoff, anlässlich seines 100. Geburtstages am 20. Dezember 2006, in: Aevum 81 (2007), S. 621-628 [PDF-Version].