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Exlibris von Bernhard Bischoff ("episcopus")
Aus dem eigenhändigen Bibliothekskatalog

Bibliothek Bernhard Bischoff

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Nach dem plötzlichen Tod von Bernhard Bischoff am 17.9.1991* wurden seine Nachlassmaterialien zwischen der Bayerischen Staatsbibliothek, den Monumenta Germaniae Historica und der Unversitätsbibliothek Leipzig aufgeteilt. Den Zustand des Jahres 2006 hat Sigrid Krämer, Aevum 81 (2007), S. 621-628 beschrieben. 2009 übergab die UB Leipzig alle handschriftlichen Materialien und die Sonderdrucksammlung an die MGH. Somit entfallen heute

  • auf die BSB:
    • sämtliche Materialien, die mit dem im Manuskriptstadium befindlichen "Katalog der Handschriften des IX. Jahrhunderts" zusammenhingen (nach Auskunft der BSB z.Zt. für die Benutzung gesperrt)
    • die Photosammlung, vor allem zur mittelalterlichen Schriftgeschichte
    • Notizen zu Handschriften der BSB
    • Manuskripte von Vorträgen und Aufsatzentwürfen
    • Materialien aus den von Bischoff vereinnahmten Nachlässen von Ernst Schulz und Paul Lehmann

    • In der Nachlaß-Abteilung der BSB liegt ein maschinenschriftliches Verzeichnis vor (Ana 553).
  • auf die MGH:
    • Das sog. "Handschriftenarchiv", eine nach Bibliotheken und Handschriftensignaturen geordnete Sammlung von Notizen (die Materialien zum IX. Jahrhundert sind weitgehend entnommen); darin auch ein Karton mit Notizen von Paul Lehmann und Otto Schumann (MGH-Bibliothek, Bibliothek der MGH, Hs. C 1-C 2). Dieser Teilnachlaß wurde auf DVD veröffentlicht.
    • Vorlesungsmanuskript "Bildungsgeschichte" I-II;
    • ca. 7.100 Kleinschriften und Sonderdrucken von Aufsätzen. Bücher und Kleinschriften waren nicht glossiert, aber mit losen Notizzetteln und eingelegten Briefen bestückt.
      • Diese Zettel sind über den OPAC der MGH-Bibliothek erschlossen.
    • der eigenhändige Katalog der Bibliothek Bernhard Bischoff;
    • Briefwechsel 1937-1991 einschließlich des Briefdiariums;
    • Manuskripte von Vorträgen und Aufsatzentwürfen, darunter das Typoskript und ein Fragment des Originalmanuskripts der "Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters".
    • Miscellanea (z.T. aufgrund von Personenschutz gesperrt);
    • die Bibliothek wurde den MGH zum Kauf angeboten, aber wegen der zu hohen Zahl von Dubletten (geschätzte 60%) gegenüber dem bestehenden Bestand nicht angekauft.

  • auf die UB Leipzig:
    • die gesamte Bibliothek mit etwa 5.700 Bänden.

 

Aktuelle Situation

 

Mit der Ordnung des Briefnachlasses wurde begonnen. Auskünfte über Handschriften sind am besten über die Recherche von Fachliteratur zur HAndschrift im OPAC der MGH zu gewinnen, da Bischoff seine Notizen und Briefe in die Bände seiner Bibliothek einlegte.

 

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* Zur Person vgl. Sigrid Krämer: Bernhard Bischoff zum 100. Geburtstag, in: Akademie Aktuell 2007, 1 S. 56-58. Zur Aufteilung des Nachlasses (Stand 2007): dies.: Der wissenschaftliche Nachlass von Bernhard Bischoff, anlässlich seines 100. Geburtstages am 20. Dezember 2006, in: Aevum 81 (2007), S. 621-628 [PDF-Version].