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Lesender Engel im Chorgestühl der Kartause Buxheim
Buxheimer Bände der MGH
Besitzeintrag

Kartause Buxheim

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Buxheim bei Memmingen wurde im Jahr 1402 von den Kartäusern übernommen. Mit der Reformation wurde die Kartause reichsunmittelbar. 1803 erfolgte die Säkularisation: Die Kartause mit sieben Dörfern und der wertvollen Bibliothek wurde den Grafen von Ostein als Entschädigung für den Verlust ihrer linksrheinischen Stammlande nebst Schloß Ostein übergeben. Die Osteins waren mit dem rheinischen Adelsgeschlecht der Grafen von Waldbott zu Bassenheim (bei Koblenz) verschwägert. An diese Adelsfamilie fiel 1810 der gesamte Buxheim-Komplex einschließlich der beweglichen Güter und der Klosterbibliothek. 1883 wurde das Kloster samt seiner Bibliothek und seiner Kunstschätze versteigert. Den größten Teil der Bibliothek erwarb das Münchner Antiquariat Ludw. Rosenthal (1840-1928).

Literatur:

  • Catalog der Bibliothek des ehem. Carthäuserklosters Buxheim aus dem Besitze seiner Erlaucht des Herrn Hugo Grafen von Waldbott-Bassenheim : enthaltend: Eine überaus reiche Sammlung von Incunabeln, Büchern mit Holzschnitten und Kupferstichen, Pergamentmanuscripten mit Miniaturen, einen Teigdruck, eine Serie der ältesten Kupferstiche und Holzschnitte, Wappenbücher, Stammbücher [...], welche unter [...] Carl Förster [...] am 20. September 1883 und den folgenden Tagen [...] durch den Antiquar Carl Fr. Mayer [...] versteigert werden wird. München: Behrens 1883 (Carl Förster'sche Kunstauction ;  30: Abtheilung II, Bibliotheca Buxiana Kunstauction) [MGH-Bibliothek: Ag 2749]
    • Kat.-Nr. 43, Ambrosius: Opera, Paris, 1586 unter Sign.: 2° Ma 59140(1-4
    • Kat.-Nr. 158, Beda <Venerabilis>: Opera, Köln, 1612 unter Sign.: 2°  Md 24200(1-8
  • 'Die Rosenthals'. Böhlau Verl. Köln/Wien 2002. p 74-76

Ehemaliger Bibliothekssaal der Kartause (rechts)
Zurückgekaufte Bände aus der Bibliothek in einem Schauraum der Kartause (links)