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Das Jubiläumsjahr der MGH beginnt mit einem Ministerbesuch im Münchner Institut

Wissenschaftsminister Bernd Sibler und MGH-Präsidentin Prof. Dr. Martina Hartmann unterzeichnen eine Zielvereinbarung, um die MGH weiter zu stärken und zukunftsorientiert aufzustellen. ©MGH

„Es ist vielversprechend, in eine Wissenschaftseinrichtung zu kommen, wo man im Eingangsbereich von Ludwig dem Bayern begrüßt wird“, begann Wissenschaftsminister Bernd Sibler, der in seinem Lehramtsstudium in Passau selbst mittelalterliche Geschichte studiert hatte, seine Ansprache, nachdem er alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MGH mit Handschlag begrüßt hatte.

„Es ist vielversprechend, in eine Wissenschaftseinrichtung zu kommen, wo man im Eingangsbereich von Ludwig dem Bayern begrüßt wird“, begann Wissenschaftsminister Bernd Sibler, der in seinem Lehramtsstudium in Passau selbst mittelalterliche Geschichte studiert hatte, seine Ansprache, nachdem er alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MGH mit Handschlag begrüßt hatte.
Minister Sibler besuchte am 11. Januar 2019 die MGH, um mit der MGH-Präsidentin, Prof. Dr. Martina Hartmann, eine Zielvereinbarung zu unterzeichnen. Gemeinsames Anliegen ist es, die traditionsreiche Einrichtung zukunftsorientiert weiter zu stärken und aufzustellen. „Mit unserer Zielvereinbarung unterstreichen wir die Bedeutung der Monumenta Germaniae Historica für den Freistaat und bekennen uns klar zu unserer Verantwortung, unser historisches Gedächtnis zu pflegen. Mit der Unterzeichnung gehen wir zusammen den Weg in die Zukunft“, betonte Minister Sibler. Das Wissenschaftsministerium versichert den MGH konstante Aufwüchse, damit sie weiterhin sicher planen und konkurrenzfähig bleiben können. Die MGH werden ihrerseits verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchs- und Frauenförderung setzen sowie in die Digitalisierung investieren.
Prof. Dr. Martina Hartmann hob in Ihrer Begrüßung hervor, dass die historische Grundlagenforschung im 21. Jahrhundert wichtiger denn je sei. „Die MGH liefern den Geschichtswissenschaften eine wissenschaftlich valide Grundlage.“ Für Erheiterung sorgte die Präsidentin mit einem Zitat des Gründers der MGH, Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum Stein (1757 – 1831), der kritisiert hatte, dass die Regierungen mehr Interesse an Naturwissenschaften als an Geschichtsforschung hätten: „Nach der Richtung der Tätigkeit und Geldmittel unserer Regierungen und Akademien zu urteilen, sollte man glauben, die Naturgeschichte Brasiliens, Ägyptens, Nubiens, des Kaps, die Affen, Kolibris und Gazellen hätten ein größeres Nationalinteresse als vaterländische Geschichten. Auf naturhistorische Unternehmungen wendet München, Berlin, Wien große Summen, auf vaterländische Geschichte nichts!“
Nach der Unterzeichnung sprach Minister Sibler darüber, wie das Interesse an mittelalterlicher Geschichte noch mehr geweckt werden könne. „Es ist wichtig, dass wir die Bedeutung des Mittelalters erklären und Diskurse anstoßen.“ Dabei sei die gute Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Disziplinen wie IT und Geschichtswissenschaften ein wichtiger Bestandteil. In Gesprächen mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern informierte sich der Minister über die unterschiedlichen Arbeitsbereiche und würdigte die MGH als „international hochkarätige Einrichtung, die einen wichtigen Teil unserer Vergangenheit wissenschaftlich erschließt und uns zugänglich macht.“
Bei einem Rundgang durch das Institut mit Archiv und Bibliothek zog Minister Sibler den Jahrgang 1971 der Historischen Zeitschrift aus dem Regal und vertiefte sich in das Inhaltsverzeichnis. „Mal sehen, was in meinem Geburtsjahrgang veröffentlicht wurde.“ Die historische Forschung lässt eben keinen aus, der sich ihr einmal gewidmet hat.

14.01.2019 13:27