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„Der Archivbesuch war ein echter Zündungsmoment“
15. Interdisziplinäre Sommerakademie an den MGH

Gespannte Aufmerksamkeit bei dem öffentlichen Abendvortrag
„Die Überlieferungsgeschichte der Urkunden Heinrichs (VII.):
ein erster Schritt zur Edition“. ©MGH

Eine internationale Runde von 16 Studierenden und Promovierenden kam in der heißesten Sommerwoche 2018 zum Thema „Edition hoch- und spätmittelalterlicher Königsurkunden“ nach München, um an der paläographisch-editorisch ausgerichteten Sommerakademie teilzunehmen, die von den MGH in Kooperation mit den Universitäten Aachen, Düsseldorf und Wuppertal veranstaltet wurde. Neben in Deutschland Studierenden reisten Teilnehmer/-innen aus Ungarn, Frankreich, England und Italien an.

In den vergleichsweise kühlen Räumen der Monumenta wurde unter der Betreuung von Editorinnen und Editoren der MGH zu verschiedenen Aspekten der Edition von Königsurkunden gearbeitet. Das Programm der Sommerakademie bot dreistündige Übungssektionen zu den Urkundeneditionen von Otto IV., Heinrich VI., Friedrich II., Richard von Cornwall, Konradin von Hohenstaufen und Heinrich V..

Ein Highlight war der Besuch des Hauptstaatsarchivs, in dem die jungen Wissenschaftler/-innen an Originalurkunden arbeiten konnten. „Der Archivbesuch war für mich ein echter Zündungsmoment! Da hat mich die Faszination für das Thema und die Urkunden so richtig gepackt,“ kommentierte ein Teilnehmer. In dem öffentlichen Abendvortrag zeigte Mark Mersiowsky, Professor für Geschichte des Mittelalters an der Universität Stuttgart, anhand der Urkunden Heinrichs (VII.) den hohen Wert einer gut aufgearbeiteten Überlieferungsgeschichte, die in seinem Fall sogar hilfreich bei der Einwerbung von Drittmitteln war. Die nächste Sommerakademie ist für 2020 geplant.

08.08.2018 13:08