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Die Monumenta Germaniae Historica trauern um Prof. Dr. Peter Stotz (* 28. Juni 1942, † 4. Juli 2020)

Auf dem Staatsempfang 200 Jahre MGH (2019)

Zentraldirektionssitzung, März 2009

Peter Stotz wurde 1996 in die Zentraldirektion der MGH gewählt, die sich mit ihm nicht nur einen hochkompetenten Mittellateiner in ihre Reihen holte, sondern auch einen immer hilfsbereiten, liebenswürdigen und motivierten Mitstreiter in der „Sorge um den rechten Text“.

Die diesjährige Zentraldirektionssitzung war die erste Sitzung, an der er zu seinem großen Bedauern krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte, und wir hatten alle gehofft, ihn im nächsten Jahr wieder in unserer Mitte zu haben, während er an den Jubiläumsfeiern zum 200-jährigen Bestehen der MGH noch mit großer Freude teilgenommen hatte.

Die Jahresberichte im Deutschen Archiv zeigen, wie oft Anregungen für Editionen oder Problemlösungen von Peter Stotz ausgingen. Er erklärte auch in den letzten Jahren immer wieder seine Bereitschaft, Editionstexte oder Register nachzuprüfen, was heutzutage nicht selbstverständlich ist. Man merkte ihm die Freude an, mit der er an den Zentraldirektionssitzungen teilnahm. Auch mit den Mitarbeitern kam er immer leicht ins Gespräch. Peter Stotz kannte die Mitarbeiter, wusste genau, wer im Institut an welcher Edition arbeitete und äußerte lebhaft seine Freude über Fortschritte oder schließlich das Erscheinen der gedruckten Edition - und dies immer auf Augenhöhe.

So jedenfalls habe ich es in meinen Jahren als Mitarbeiterin erlebt, wenn sich Peter Stotz nach meiner Wibald-Edition erkundigte.  Und auch als Präsidentin wusste ich, dass man auf Peter Stotz zählen konnte. Seine liebenswürdige Art, seine Kompetenz und Hilfsbereitschaft wird nicht nur mir, sondern auch der Zentraldirektion wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr fehlen. Die Monumenta Germaniae Historica werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Martina Hartmann

06.07.2020 11:52