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Neuerscheinung

Engelbert von Admont, De ortu et fine Romani imperii

Herausgegeben von Herbert Schneider

aufgrund der Vorarbeiten von George B. Fowler und Helga Zinsmeyer

(Staatsschriften des späteren Mittelalters 1,3)

XXXVIII und 262 S. 4°. 2016

ISBN 978-3-447-10082-3 Geb. EUR 60, –

Der Benediktinerabt Engelbert von Admont († 1331) krönte seine „staatstheoretischen“ Schriften (De regimine principum, Speculum virtutum) spätestens im Jahre 1313 mit einem Traktat über Entstehung, Entwicklung und Ende des Römischen Reiches als letzter Weltmonarchie der Gesamtgeschichte. Damit schaltete er sich in eine hochpolitische Diskussion ein, die sich dadurch erge-ben hatte, dass nach einer jahrzehntelangen kaiserlosen Zeit mit dem Luxemburger Heinrich VII. wieder ein deutscher König eine Kaiserkrönung in Rom durchsetzen konnte und den damit verbundenen Anspruch auf Weltherrschaft so offensiv vertrat, dass er damit den Widerstand der sich entwickelnden europäischen Nationalstaaten provozierte. In der äußerst kontrovers geführten Debatte um eine universale bzw. nationale Perspektive der Politikbegründung nimmt Engelbert eine eigenständige Stellung ein, am ehesten noch vergleichbar mit seinem Zeitgenossen Dante Alighieri. Die vorliegende erstmals kritische Edition arbeitet alle bekannten Überlieferungen und Rezeptionen auf, rekonstruiert den Wortlaut möglichst authentisch und möchte in der Quellenanalyse und im Kommentar Engelberts unverwechselbares Profil im damaligen Zeitdiskurs herausdestillieren – auch in dem, was er verschweigt. Der steirische Abt stand, wenn er nicht überhaupt übersehen wurde, oft nur im Schatten seiner großen Nachfolger Wilhelm von Occam und Marsilius von Padua. Dabei war er in manchem „moderner“ als Marsilius, und manche seiner Denkprobleme lassen sich unschwer sogar bis in unsere gegenwärtigen politischen Diskussionen hinein verfolgen.

 

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26.01.2016 15:09