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Neuerscheinung

Martin Le Franc, Agreste otium und De bono mortis

Herausgegeben und übersetzt von RAPHAEL SCHWITTER

(Quellen zur Geistesgeschichte des Mittelalters 30)

CXXXVI und 300 S. 8º. 2018.

ISBN 978-3-447-10750-1 geb. € 78,—

Das lateinische Werk des französischen Frühhumanisten Martin Le Franc (1408–1461) gehört zu den jüngsten Entdeckungen der neulateinischen Literatur. Der vorliegende Band bietet jeweils die Editio princeps von Le Francs Dialogen Agreste otium und De bono mortis nebst einer deutschen Übersetzung und einen detaillierten Kommentar. Die ausführliche Einleitung zeichnet Le Francs Leben entlang der Quellen nach und stellt sein vom italienischen Humanismus geprägtes Literaturschaffen in einen breiteren kulturhistorischen Rahmen. Während der Autor in De bono mortis, in der Tradition des selbstbetrachtenden Trostdialogs, durch dialektische Selbstbesinnung eine persönliche Verlusterfahrung zu überwinden sucht, verarbeitet er im Agreste otium mit dem Hundertjährigen Krieg, dem Basler Konzil und der Bedeutung von Fatum und Fortuna für das Leben der Menschen jene zeitgenössischen Kernthemen, die auch sein breit rezipiertes französischsprachiges Œuvre auszeichnen. Durch sein nunmehr vollständig erschlossenes Werk füllt Le Franc jene Leerstelle aus, welche die moderne Forschung in der Geschichte des französischen Humanismus zwischen 1420 und 1450 feststellte.



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07.05.2018 12:37