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Neuerscheinung

Michelina Di Cesare, Studien zu Paulinus Venetus De mapa mundi

(Studien und Texte 58)

 

XXIV und 186 S. 8°. 2015.

ISBN 978-3-447-10435-7 geb. EUR 35, —

De mapa mundi, ein Werk, das im frühen 14. Jh. vom exzentrischen Franziskaner und späteren Bischof von Pozzuoli Paulinus Venetus (ca. 1270–1344) zusammengestellt wurde, ist aus vielerlei Hinsicht von wissenschaftlichem Interesse: Zum einen ist es eine der letzten Zusammenfassungen der geographischen Kenntnisse des Mittelalters, die den textlichen und kartographischen Wissensstand vor der Wiederentdeckung des Ptolemäus und der Entdeckung des amerikanischen Kontinents dokumentiert. Darüber hinaus bietet das Werk das erste Beispiel für eine geographische Beschreibung, welche die verbale und visuelle Darstellung des Raumes in sich zu vereinigen verstand, und markiert eine letzte Reflexionsstufe des Autors über den hermeneutischen Wert der Geographie für die erzählende Geschichtsschreibung. Dieser Band versucht, die Komplexität der Arbeit an dem Werk zu beleuchten und die vielen Probleme in den verschiedenen Phasen der Ausarbeitung der Texte und ihrer Textgestaltung im Zusammenhang mit dem vom Autor benutzten Text- und Kartenmaterial (Pietro Vesconte, Marino Sanudo, Philipp Brusserius, Johannes von St. Viktor, Pomponius Mela, Tacitus) aufzuzeigen. Dabei liegen gerade in der souveränen Verwendung der Vorlagen die besondere Autonomie sowie das literarische und ikonographische Verdienst des Paulinus Venetus.
Die Autorin bereitet zudem die Edition von De mapa mundi des Paulinus Venetus vor, die bei den MGH in den Quellen zur Geistesgeschichte erscheinen wird.



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20.11.2015 12:07