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Neuerscheinung

Pirmin, Scarapsus

Herausgegeben von Eckhard Hauswald

(Quellen zur Geistesgeschichte des Mittelalters 25)

 

CXXXIV und 181 S. 8º. 2010.

ISBN 978-3-7752-1025-6. geb. € 35,—



Pirmin († um 753), erster Abt der Klöster Reichenau, Murbach und Hornbach, hat mit seinem Scarapsus einen katechetischen Traktat hinterlassen, in dem spätantike wie zeitgenössische Strömungen der ethischen Unterweisung in stark konzentrierter Form und stets mit den passenden biblischen Zitaten gut unterlegt, exemplarisch zusammenfließen. Diesem kompositorischen Prinzip und dem daraus resultierenden hohen Gebrauchswert als Predigtvorlage verdankt das in der ersten Hälfte des 8. Jh. entstandene, für die pastorale Praxis gedachte Werk seine für frühmittelalterliche Texte dieses Genres außergewöhnlich weite Verbreitung. Der Scarapsus wird in der vorliegenden Neuausgabe erstmals auf Grundlage der gesamten handschriftlichen Überlieferung herausgegeben und ist mit einer durchgängigen Analyse seiner literarischen Vorlagen- und Paralleltexte versehen. Die Edition bietet den Text zudem in derjenigen sprachlichen Form, die für die Zeit seiner Abfassung und für seinen Überlieferungszusammenhang repräsentativ und angemessen ist. Über die literarische Rezeption und die im kritischen Apparat verzeichneten textlichen Veränderungen, die der Scarapsus bis ins späte Mittelalter erfahren hat, lassen sich wechselnde Schwerpunkte und wandelnde Interessen seiner mittelalterlichen Benutzer ebenso nachvollziehen wie Phänomene sprachlichen Wandels im Spannungsfeld zwischen spätantiker respektive frühmittelalterlicher Latinität und der Ausdifferenzierung romanischer Einzelsprachen, worauf im Einleitungsteil besonders eingegangen wird.



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15.02.2011 12:00