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Wir trauern um Herrn Dr. Alfred Gawlik

geb. 11. Dezember 1936 in Kattowitz, gest. 18. Oktober 2011 in Starnberg

 

Alfred Gawlik war Diplomatiker: 1966 promoviert mit einer Arbeit über „Intervenienten und Zeugen in den Diplomen Kaiser Heinrichs IV. (1056-1105): der Übergang von der Interventions- zur Zeugenformel“ war er ein ganzes Berufsleben lang auf diesem Felde tätig. Es gibt seither keine Diplomata-Edition der Monumenta Germania Historica, die er nicht kritisch begleitet und die nicht von seinem Rat, seiner Mitarbeit und Hilfe profitiert hätte. Mit gründlicher, beharrlicher Arbeit förderte er Neues und Übersehenes zutage und gab es selbstlos weiter. Er trat bescheiden hinter seine Arbeit zurück und liebte es nicht, im Vordergrund zu stehen. In den häufigen „Danksagungen“ kommt seine Leistung kaum richtig zum Ausdruck, auch nicht in seinen Publikationen und der Unmenge von Besprechungen, die er im Laufe der Jahre für das „Deutsche Archiv“ verfasst hat. Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand blieb er dem Institut verbunden: Im Magazin hatte er sich eine Arbeitsecke eingerichtet, wo er, mit allem Notwendigen ausgerüstet, an laufenden Editionsvorhaben arbeiten konnte.

Lange Zeit hat er an der LMU das Fach „Hilfswissenschaften“ unterrichtet: Gerne und mit großem Erfolg, wenn man die Vielzahl seiner studentischen Besucher im Institut als Indikator dafür nehmen kann.

Im Kreis der Mitarbeiter war Gawlik von vorbildlicher Kollegialiät, seine ruhige, freundliche und besonnene Art konnte ausgleichen, wenn es Konflikte gab, er genoss das Vertrauen von allen.

Sein Verlust trifft uns schwer – wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, den 11. November 2011, um 12:30 Uhr auf dem Nordfriedhof München statt.

 

 

18.10.2011 15:10