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Allgemeines, Veranstaltungen

Zweihundert Jahre Monumenta Germaniae Historica. Jubiläumsveranstaltung in Berlin
am 15. Februar 2019

Der Vortragssaal war bis auf den letzten Platz besetzt.

MGH-Präsidentin Martina Hartmann hielt die Festrede.

Die Präsidentin im Kreis der Referenten, Beiratsmitglieder
und Mitarbeiter/innen der Berliner Arbeitsstelle.

Angeregte Unterhaltungen auf dem anschließenden Empfang.

Nach dem Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen aus Anlass des 200jährigen Gründungsjubiläums in Wien fand auch an der Berlin-Branden-burgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin ein Festakt statt. Berlin war ja nicht nur bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges für über ein Jahrhundert der Sitz des Editionsunternehmens, sondern die MGH besaßen in der Preußischen Akademie der Wissenschaften seit der von Theodor Mommsen betriebenen Reform einen fruchtbaren Wurzelgrund für ihre standardsetzenden Editionen. Heute entstehen hier die MGH-Constitutiones als Teil des Gesamtprojekts.

Der Festakt im Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, in dessen Zentrum der Festvortrag der Präsidentin der MGH, Martina Hartmann, stand, erregte großes öffentliches Interesse. Es war nicht nur der Vortragsraum bis auf die letzten –  auch noch zusätzlich herbeigeholten – Sitzplätze gefüllt, sondern Deutschlandfunk Kultur nahm die Veranstaltung zum Anlass, über das MGH-Jubiläum einen kleinen Beitrag zu senden.
Nach den Grußworten von Wolfgang Neugebauer im Auftrag des Präsidiums der BBAW und von Bernhard Jussen als Sprecher des Mittelalterzentrums sowie der Einführung der Festrednerin durch Michael Menzel, Projekt- und Arbeitsstellenleiter der Berliner Arbeitsstelle der MGH, sprach die Präsidentin zu dem Thema: „‘Es musste ein neuer Anfang gemacht werden, im Weltbild und in der Arbeit.‘ Die Monumenta Germaniae Historica in Berlin vom Zweiten Weltkrieg bis nach der Wende.“
Hatte schon Wolfgang Neugebauer in sein Grußwort interessante historische Reflexionen zur Geschichte der MGH im 19. Jahrhundert eingewoben, so zeigte sich im Festvortrag besonders deutlich, dass die Quelleneditionen auch immer etwas mit den Überzeugungen und dem Enthusiasmus der Editoren zu tun haben. Auf den sich anschließenden kleinen Empfang gab es nicht nur Gelegenheit, sich über die dargebotenen Aspekte einer mitunter wendungsreichen Projektgeschichte am Beispiel der Berliner MGH-Arbeitsstelle auszutauschen, sondern auch, wie sich die MGH zukünftig den gewandelten Anforderungen der Gegenwart werden stellen können.

21.02.2019 13:45