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Allgemeines

Die auf die 1819 vom Reichsfreiherrn Karl vom Stein gegründete „Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde“ zurückgehenden Monumenta Germaniae Historica befinden sich seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Bayern. Die Bibliothek des Instituts war samt einem Teil der Mitarbeiter nach Schloss Pommersfelden (bei Forchheim) ausgelagert, von dort führte der Weg nach München. Von 1953 bis 1972 war die Finanzierung nach dem Königsteiner Abkommen (Vorläufer der heutigen Leibniz-Gemeinschaft) Sache der Gesamtheit der Westdeutschen Länder, 1972 ging die Trägerschaft auf den Freistaat Bayern über, da der Haushalt der MGH unter der als Bagatellgrenze angesehenen Schwelle lag.

Derzeit verfügt das Institut über jährliche Mittel in Höhe von ca. 1, 4 Millionen Euro. Davon werden derzeit 10 wissenschaftliche und 8 nichtwissenschaftliche Mitarbeiter finanziert.

Die MGH sind seit 1963 eine gemeinnützige Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie unterstehen der Rechtsaufsicht des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Die Leitung obliegt gemäß § 8 der Satzung einem in gemeinsamem Berufungsverfahren mit einer bayerischen Hochschule von der Zentraldirektion zu berufenden Präsidenten. Das Amt ist derzeit vakant. Bis zum Amtsantritt eines neu ernannten Präsidenten werden die MGH durch den vom Ortsausschuß ernannten Kommissarischen Präsidenten Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris geleitet.Die Monumenta arbeiten mit allen Akademien des deutschsprachigen Raumes (Berlin, Düsseldorf, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Mainz, München, Wien und der Geschichtsforschenden Gesellschaft der Schweiz) zusammen und unterhalten dort verschiedene Arbeitsstellen.
Neben dem Präsidenten sind die einmal jährlich tagende Zentraldirektion und der Ortsausschuß Organe der Monumenta. Der Zentraldirektion obliegt neben der Berufung des Präsidenten die Beschlußfassung über Editionsprojekte und deren Veröffentlichung. Der Ortsausschuß besteht aus den am Sitz der Monumenta ansässigen Mitglieder der Zentraldirektion und wird nur im Bedarfsfall tätig. Die MGH betrieben als zentrale Einrichtung das Deutsche Institut für Erforschung des Mittelalters.

 Die Korrespondierende Mitglieder werden von der Zentraldirektion gewählt.

 Hier geht es zum Volltext der Satzung der Monumenta Germaniae Historica.